kritischer waren die brände bei der ankunft am griechischen festland am mittwoch. noch auf der fähre kam auf allen mobiltelefonen der passagiere ein notfallalarm in griechischer und englischer sprache an, der aufforderte die gegend zu verlassen, durch die unsere route nach thessaloniki geführt hätte. die polizei sperrte straßen und wir mussten einen alternativen weg von der halbinsel attika nach norden finden. beeindruckend waren die löschhubschrauber, die mit einem langen schnorchel ihre wassertanks über dem meer auffüllten.
insbesondere wasser mussten wir viel zu unserem haus hinaufkarren, da unser leitungswasser nicht zum trinken taugte und wir auch für tee und kaffee das wasser aus den eineinhalbliterplastikflaschen vom supermarkt verwendeten. die insel ist wasserarm, die meisten häusser haben keinen wasseranschluss sondern einen tank, der von zeit zu zeit von tanklastern aufgefüllt wird und von denen wir hier schon einige rumfahren gesehen hatten. am strand dann ein bisschen planschen und in der guten abendsonne dösen. bevor es zurück ging nahmen wir noch einen imbiss in der spathi beach bar.
das solarpanel funtionierte auch wieder, eine bö hatte es vom dach des toyota geweht und dabei einen stecker des anschlusskabels beschädigt, das ließ sich aber glücklicherweise wieder reparieren. dank des solarpanels und der powerstation hatten wir unterbrechungsfreien betrieb unserer kühlbox, an die wir uns sehr gewöhnt hatten.
maya, annette und ich nutzen die gelegenheit und waren mit den klavas samt freundin und tochter beim chinesischen turm. es war eine besondere erfahrung. obwohl der wetterbericht sicher war, dass es nicht regnen würde, gab es ein sommergewitter. die menschen drängten sich an den tischen, die unter dem turm oder zumindest einem schirm vorm regen geschützt waren. wir hatten glück und fanden einen platz, der zumindest größtenteils im trocknen stand. der wirt lief mit seiner glocke herum und läutete für die last orders an der selbstbedienung. obwohl ich schon oft am chinesischen turm war, so hatte ich es noch nicht erlebt. später spazierten wir bei postgewitterstimmung vorbei am monopteros, der in goldenes abendsonnenlicht getaucht war, zur eisbachwelle, die erst seit ein paar tagen nach einem tödlichen unfall wieder freigegeben war. wir schauten uns die surfer an, die meistens nicht mehr als ein paar sekunden auf dem brett blieben. mit dem 100er, der museumslinie, durch bogenhausen zurück zum ostbahnhof, wo wir nicht lange auf die s2 warten mussten.
österliches zusammenkommen zum brunchecue, breakfast, lunch und barbecue. die oma ist leider noch nicht fit und kann nicht kommen, wir feiern morgen in daglfing nach.
derweil fand auf dem messegelände in riem wieder die bauma statt, die weltweit bedeutendste fachmesse der baumaschinen- und bergbaumaschinenbranche und die flächenmäßig größte messe der welt. es war noch kalt in der früh aber sonning und trocken und so ideales radlwetter, um in die arbeit zu radeln und ein bisschen messeflair zu atmen.
heute ist palmsonntag, der sechste und letzte sonntag der fastenzeit und der sonntag vor ostern. wir sind ja mehr kulturchristen als religiöse christen, d. h. wir feiern die feste, aber nicht in der kirche. die feststellung des palmesels, desjenigen familienmitglieds, welches als letztes am palmsonntag aufsteht, ist auch mehr tradition denn religion. die mädels sind ausgezogen und so machen es der kater und ich unter uns aus, wer palmesel sein darf. der tigger war es zunächst nicht, hat sich den titel aber zurückerobert, indem er nach rückkehr von seiner nächtlichen streife den ganzen tag gepennt hat.
gestern kino. ein gutschein der nachbarn für die astor film lounge im arri, einst zum geburtstag geschenkt, ließ sich, obschon jahre alt, online einlösen und so schauten wir uns im fast ausverkauften kino like a complete unknown an. davor essen beim alten simpl. in schwabing tobte der bär, schelling ecke amalienstraße feierten die leute im neuen gastrokonzept 24/7 bites and delights - restaurant, supermarkt, café, bar bis auf den gehsteig, die schon aufgebauten schanigärten waren noch nicht in betrieb und so saßen die leute an tischen auf dem gehsteig, obwohl es kaum mehr als zehn grad hatte, man merkte, die münchner hatten lust raus zu gehen.
drei jahre nach maya wurde google maps geboren und feiert heute seinen zwanzigsten geburtstag. ein wunder, dass ich nochmal fünfzehn jahre früher wieder von griechenland heimgefunden habe ohne navi, als ich mit der enduro das land erkundete. die ténéré ist lange geschichte, aber vielleicht geht es heuer mit dem land cruiser wieder nach griechenland, so wie seinerzeit in den frühen neunzigern und letztes jahr zumindest für zwei tage auf dem rückweg aus georgien.
letzte woche war ich in wien, davor zweimal skifahren, es gab also mannigfaltige österreichsiche küche die letzten wochen, hatte sich was mit detox-januar. im februar lasse ich es ruhiger angehen.
da habe ich viel gelernt, zum beispiel «champagner ist nun wirklich kein luxus, die französische limonade ist grundnahrungsmittel», dieses zitat von claudia obert (die kannte ich vorher auch nicht) wurde gerne eingespielt im trofana, wenn wieder jemand eine batterie von zehn flaschen schampus geordert hatte und selbige dann befeuerwerkt durchs lokal getragen wurde. gemerkt habe ich mir auch manchen schlagertext, etwa «ich zeig' dir meinen helikopter, denn bugattis sind für opfer» oder «wo war ich in der nacht von freitag auf montag? war ich drei, drei tage wach oder einfach im koma?» oder einfach nur «hodi odi ohh di ho di eh hodi odi ohh di ho di eh hodi odi ohh di ho di eh hodi odi ohh di eh». reimen tät sich auch «im trofana geht's profaner», kinderdisko mit fantasiepreisen.
skifahren von montag bis donnerstag war fein, obgleich die wettervorhersage konsequent daneben lag. wir hatten sonne zu beginn, am mittwoch dann schneefall und eisnebel, der die skibrillen einfrieren ließ. uns hat's trotzdem gut gefallen, dem roberts auch. traumwetter samt neuschnee wäre donnerstag gewesen, aber da mussten wir uns schon auf den rückweg machen.
heuer feierten wir konsumfrei und beschenkten uns mit persönlichen aufmerksamkeiten, komplimenten, briefen, originellen kalendern und anderen gaben, die amazon nicht im sortiment hat, auch nicht im market place.
der nikolaus hat gestern handschuhe gebracht.

abends haben wir das gute alte ghost und den zweiundvierziggängigen martineigenbau zur fahrradwerkstatt poing gebracht, wo die poinger immer sonntags zwischen zehn und zwölf ihr radl selber richten können und ehrenamtliche sich über materialspenden freuen, die hergerichtet und für kleines geld verkauft werden.
dienstag abend geht es mit der claudi nach augsburg zu rocking & swing mit den hooters im spectrum club.
auf der erdinger straße in kirchheim gefiel es dem alten benz, akkurat auf der brücke über die a99, bei guten sechszig km/h nach etlichen kilometern stop and go, heimlich auszugehen. ohne ruckeln oder geräusche ging einfach der motor aus, die kontrolllämpchen gingen an und er rollte weiter, die automatik auf schaltstufe d. man merkte es kaum, außer dass er langsamer wurde und kein gas mehr annahm. ich realisierte die kontrollleuchten, schaltete die automatik auf n und dann stand ich auch schon und war selbst das nächste hindernis für alle jene, die vom heute besonders hohen verkehrsaufkommen genervt waren. es war kurz nach neun, mein call mit einem kollegen hatte grade begonnen, ich konnte es also zumindest jemand erzählen. warnblinkanlage, motorhaube auf, damit die schlange hinter mir sehen konnte, dass es hier nicht weiter geht. nach einigen minuten dann warndreieck, weil es nicht so aussah, als wollte der benz nochmal anspringen. ich hätte nach dem call den adac angerufen, dessen mitglied wir seit etwa einem halben jahr sind, aber nach einigen minuten probierte ich es nochmal und er kam und lief. also warndreieck wieder einpacken, haube zu und weiter zur arbeit. auf dem heimweg dann das gleiche spiel in feldkirchen auf der emeranstraße. ich blieb in einer einfahrt stehen, aber zumindest vor der kreuzung zur kapellenstraße, ich stand also nicht ganz so ungünstig, wie in der früh. nach ein paar minuten sprang er wieder an. ein paar hundert meter nach der s-bahn-station in heimstetten auf der poinger straße blieben wir wieder liegen und diesmal sprang er nicht mehr an, auch nicht am nächsten tag, auch nicht am freitag, als der adac kam. zum glück waren wir, der benz und ich, nur ein paar meter von einem parkplatz entfernt, zu dem ich unseren alten wagen schieben und vorschriftsmäßig parken konnte.
es sprach einiges gegen das skifahren. das virus zum beispiel, welches ich mir die woche zuvor in wien eingefangen hatte oder das mir von annette überlassen wurde und das ich dann nach österreich mitgebracht hatte, so genau läßt es sich nicht sagen. einen tag vor der abfahrt nach obertauern fühlte ich mich jedenfalls noch recht malad. weiterhin sprach dagegen, dass mein fersensporn mir die freude an jeglicher bewegung, egal ob gehen oder laufen oder auch nur stehen, ziemlich vermieste. ein besuch beim orthopäden zwei tage vor abfahrt ergab, dass es sich eigentlich um eine plantarfasziitis, also eine entzündung der plantarfaszie handelt. zur bekämpfung bekam ich 600er ibus verschrieben. selbst das wetter sprach zunächst nicht für wintersport, weil es viel zu warm war.
angekommen im georg prime erwartete uns perfekter amerikanisch-freundlicher unkomplizierter service, der an das pacifc times in der baader straße erinnert. wir waren zu früh, erhielten trotzdem gleich einen schönen tisch mit blick aus den abgedunkelten panoramafenstern auf die kreuzung brienner und otto straße. wir saßen auf einer weich gepolstern runden eckbank an einem runden tisch.
die heutigen sechshundert kilometer über die weitgehend trockene autobahn waren quasi ein katzensprung im vergleich zu den zwölfhundert kilometern, die wir gestern von der woodvilla bis zur polnisch-deutschen grenze in zgorzelec, der polnischen seite von görlitz, zurücklegten. vierzehn stunden, die meiste zeit davon auf zweispuriger autobahn mit lkw-kolonne auf der rechten spur und entsprechend dichtem verkehr auf der linken, dazu regen und teilweise schnee.
wir starten früh, es ist kalt und wir freuen uns über die standheizung im komfortablen bus.
wir trafen kasia, teo, pola und jeremi in posen. nachmittags christkindlmarkt mit grzane wino, kim und justin fuhren mit dem "poznan bethlehem" karusell.
später traditionell polnisch essen, ganz später selbstgebrannter schnaps bei kasia zu hause.
spätnachmittags kamen wir in skórzewo bei unserem apartment für zwei nächte an. wir hatten unterwegs keine staus und kamen gut durch. zum einkaufen konnten wir zu fuß in den supermarkt.
das wetter ist wie die letzten jahre mild, sieben grad plus, regen und sehr windig, nicht mehr ganz so apokalyptisch wie noch vor ein paar tagen, als sturmtief "zoltan" mit seinen orkanböen über deutschland hinwegfegte. die witterung trägt also mal wieder nichts bei zur weihnachtsstimmung, die aber trotzdem gut ist. wir beschallen uns mit dem rtl weihnachtsradio und wie habeck sich über die vollen gasspeicher freut, delektieren wir uns an soliden plätzchenbeständen.
später dann besuch bei der oma in daglfing. da es die ganze nacht geschneit hatte, war die fahrt anspruchsvoller, als die heimfahrt von der sauna gut zwölf stunden vorher, wo mich der toyota über die schneebedeckte a99 heimbrachte. die letzten paar hundert meter zum arno-holz-weg waren herausfordernd, der viele schnee machte die engen straßen noch enger und es gab kaum ein durchkommen.
wir kommen zusammen aus augsburg, deggendorf, fürstenzell, mößling, moosburg, plattling, poing und zürich.
wir schauten brauerei und gasthaus an, wo mein uropa mit der geige aufspielte, die wir aus der krenklstraße retten konnten. die geige wurde restauriert und ist bei der lucie, die aukofer brauerei samt gasthaus wird grade weitgehend abgerissen und durch eine wohnanlage ersetzt. selbiges schicksal widerfährt auch dem haus in der krenklstraße, auf dessen schönem eckgrundstück jetzt zwei doppelhäuser entstehen.
heute sind wir erstmal im s.zimmer im glockenbachviertel. danach genießen wir die laue sommernacht bei einem spaziergang durchs glockenbach und die au bis nach haidhausen zum ostbahnhof. in der klenzestraße ist partystimmung beim straßenfest, am kiosk an der reichenbachbrücke herrscht hochbetrieb, in den frühlingsanlagen sowieso. die stadt kann auch ruhig, in der entenbachstraße schaut man in grüne hinterhöfe und hört die vögel zwitschern, ein paar leute stehen vor dem hochx, wo es theater und live art gibt. am fuße des nockherberg rapt ein junger schwarzer mit blankem oberkörper und gewaltigem allah-tattoo auf der brust live hip hop, dass es brooklyn zur ehre gereicht hätte. münchen ist auch eine sehr hippe stadt.
das wetter spielte soweit mit, denn am johannistag regnet es oft. es waren zum glück nur ein paar tropfen und tat den feierlichkeiten keinen abbruch. besonders spannend war der reisebericht aus georgien, wo die klavas heuer im mai schon waren, denn da wollen wir nächstes jahr auch hin.
das miyabi ist zwei minuten zu fuß von der trambahnhaltestelle weg. wir hatten einen platz draußen in der guten abendsonne und schauten uns die luxusschlitten an, die vorbeifuhren, v8 und elektro hielten sich die waage.
| wasserfall | durchfluss in m³ |
höhe in m |
breite in m |
land |
|---|---|---|---|---|
| niagarafälle: american falls und bridal veil falls, horseshoe falls | 2400 | 21-24, 57 | 260, 670 | usa und kanada |
| victoriafälle | 1000 | 110 | 1780 | simbabwe und sambia |
| rheinfall | 373 | 23 | 150 | schweiz |
| dettifoss | 193 | 44 | 100 | island |
für das protokoll: die fußbodenheizung ist noch an. die sonne schickt licht, aber keine wärme. der pegelstand am gardasee erholt sich weiter, nach der dürre jetzt überschwemmungen in den regionen emilia-romagna und marken an der adria.
die fußbodenheizung im bad ist am freitag wieder angesprungen, nachdem sie einige tage aus war. es ist immer noch kalt und regnerisch. es konveniert uns, dass der pegelstand am gardasee seit anfang januar von historisch niedrigen vierzig auf siebzig zentimeter gestiegen ist, insbesondere weil es unter der woche besonders hartnäckig näßt und am wochenende kleine trockene zeitfenster gestatten kurz den grill anzuwerfen.
ich denke, dass auch im tiefsten schwarz noch eine blume wachsen kann.
heuer haben wir uns wieder aufgemacht, nicht zum großen arber und auch nicht ins erprobte und schneesichere obertauern, das war restlos ausgebucht. diesmal probierten wir die schweiz, wo es etwas ruhiger zugeht als beim österreichischen après-ski, das sich manchmal nicht sehr von ballermann und schottenhamel-festhalle am samstag abend unterscheidet. kim konnte leider prüfungsbedingt nicht mit und kümmerte sich solange um die miezen.
seit bald einem jahr dauert der russische angriff auf die ukraine an.
die milden tage haben auch ihre vorzüge. den opa freuts, dann ist es nicht so kalt beim rauchen, lucie ist auch nicht traurig, wenn es auf dem weg zur arbeit mitten in der nacht nicht ganz so frostig ist und penny und tiger fehlt der schnee ebensowenig.
der soundtrack kam vom vielleicht kommerziellsten sender deutschlands und war bis auf einen sehr kurzen ausrutscher vollständig werbefrei, ein weihnachtsgeschenk vom rtl - weihnachtsradio. besonders "happy xmas (war is over)" von john lennon und yoko ono passte leider nach fünfzig jahren wieder in die zeit. entstanden als protestlied gegen den vietnamkrieg erinnert uns der song heute an den krieg in der ukraine. dort ist auch weihnachten und es ist nicht so weit weg. in der prinzregentenstraße direkt gegenüber der villa stuck hängt am balkon von irina revina hofmann ein transparent mit der aufschrift «war 926 km from munich».
mittwoch wecker auf sechs uhr früh, mit der metro vier stationen zum vatikan. unterwegs in einer bar ein bemerkenswert gutes und günstiges frühstück. pünktlich um halbneun trafen wir unsere tour guide patrizia beim eingang zu den vatikanischen museen. wir verbrachten viel zeit in den museen. erst um eins durften wir von der sixtinischen kapelle über den scala del sacramento in die basilika gehen. dieser direkte übergang erspart das anstehen auf dem petersplatz. bis dahin fütterte uns patrizia ohne unterlass mit kunsthistorischem wissen, viel merken konnte ich mir nicht. sie war ein großer fan von raffaello sanzio da urbino und fand michelangelo buonarroti und leonardo da vinci im vergleich zu raffael überbewertet. ich darf mir dazu keine meinung erlauben, aber tatsächlich hat mich die stanza della segnatura am meisten beeindruckt, nicht nur wegen der fresken, sondern wegen des themas, die "drei höchsten prinzipien des menschlichen geistes": das wahre, das gute und das schöne.
der weg von poing in die stadt ist zu bauma-zeiten immer beschwerlich und heuer noch mehr als sonst, weil nicht nur die straßen um das riemer messegelände zwischen sieben uhr morgens und acht uhr abends vollständig verstopft sind, sondern weil heuer auch die s-2 nur stark eingeschränkt fuhr. ein-stunden-takt zur bauma, und selbst das nicht zuverlässig. wir hatten alle, außer lucie, die war in augsburg nicht von unserem chaos betroffen, so unsere erlebnisse mit stau, ausgefallenen s-bahnen und schienenersatzverkehr.
das wetter gibt sich zunächst regnerisch, fängt sich aber rechtzeitig zu den nachmittäglichen feierlichkeiten.
nach ihrer rückkehr von einem ausflug in ferne sonnensysteme auf der suche nach habitablen extrasolaren planeten sind beim wiedereintritt in die erdatmosphäre einige kacheln des hitzeschildes verglüht. möglicherweise wurden sie zuvor bei einer kollision mit weltraumschrott, im verdacht steht ein gasbrenner zur unkrautvernichtung, beschädigt.
wir feiern nicht trotzdem, sondern erst recht. je härter die zeiten, desto wichtiger das feiern.
familienausflug nach augsburg ins kulturhaus abraxas, es steht eine bühnendarbietung auf dem programm: paganinis frauen.
in den siebziger jahren hatte man gute chancen beim zug-quartett, wenn auf einer spielkarte der tee, der trans-europ-express stand. die marke tgv ersetzte 1994 den zwischen brüssel und paris verkehrenden tee. die tgv hochgeschwindigkeitszüge der französischen staatsbahn sncf hatten 1981 den betrieb aufgenommen und waren ebenfalls ein gutes blatt im quartett. auf dem streckenabschnitt zwischen paris und straßburg ist der heutige tgv beinahe toujours mit dreihundert stundenkilometern und mehr unterwegs.
die ergebnisse erreichten die eltern per whatsapp während sie mit dem land cruiser spielen waren. schon gestern zeichnete sich ab, dass keine nachprüfung ansteht, das i-tüpfelchen für den vatertag.
das zweite pandemieweihnachten. der bundespräsident appeliert an die pandemiemüde bevölkerung: "aber bitte denken wir daran: wir sind ein land, wir müssen uns auch nach der pandemie noch in die augen schauen können. und wir wollen auch nach der pandemie noch miteinander leben."
viele geschenke sind mitgebracht und eine inspiration, ein roter plattenspielersparkasten. im plattenladen in augsburg, der auch alte hifigeräte verkauft, habe ich einen hübschen roten thorens plattenspieler gesehen und so ein roter thorens hätte mir immer schon mal getaugt. jetzt kann also darauf gespart werden.
na ja, lange geduld zum sparen hatte ich keine, es war ja schon ein grundstock im sparkasten und angereichert mit dem umschlag von der oma und noch einem bisserl was aus eigenen sparbeständen war bald auf ebay ein fast neues gerät des so nicht mehr vertriebenen thorens td 203 in rot erstanden. der unverwüstliche alte technics sl-qd 33 kommt vorerst wieder in den keller.
das land baden-würtemberg hat noch ein unaufgefordertes abschiedsfoto gemacht um 0:22 uhr in wangen, bab96, km 19,900 lindau - münchen. ein zehner ist fair, auf der wiesn sind die fotografen teurer.
es geht weiter über die berge und durch endlose tunnels, bevor wir um sechs den feierabendverkehr palermos durchqueren. nach dieser letzten streckenerfahrung sind wir um dreiviertelsieben plötzlich da in der villa eden marvenera. nach einer einweisung durch die besitzer endlich platz, ruhe, pool. die wettervorhersage ist vielversprechend.

bis es hoffentlich noch irgendwann ans meer geht, erfreuen wir uns am holz vor der hütte, das aus dem ebersberger forst stammt und gegen ein paar döner vom dönerstand vor der baywa getauscht war im vergangenen pandemischen winter, als zusammenkünfte auch bei frost möglichst draußen abgehalten wurden.
gestern schauten spontan mayas lettische gastschwester gunta und ihre freundin auf einem zwischenstop bei ihrem flug nach bukarest bei uns vorbei. die flugdaten korrepondierten mit beginn und ende eines systemchanges in der arbeit, so dass es ein kurzweiliges wochenende wurde.
im rio am rosenheimer platz wurde weißbier im blut gezeigt. richtig angelaufen ist das geschäft mit den öffentlichen filmvorführungen noch nicht, der saal war fast leer.


gestern bin ich mit der letzten s-bahn vor beginn der nächtlichen ausganssperre in münchen aus der stadt heim gefahren, viele leute waren nicht mehr unterwegs.
vom parkplatz des markt schwabener sportparks, wo die autos mit den obligatorischen "abi 2020" bannern geschmückt wurden, ging es im autokorso nach aschheim, an dem vermutlich rund 150 fahrzeuge teilnahmen. im autokino angelangt versagten die autokinoplatzeinweiser leider bei der umsetzung des konzepts, dass die autos mit goldenem banner, so sollten die fahrzeuge mit aktiven zeremonieteilnehmern erkennbar sein, auf die vorderen plätze kommen. das ging gründlich schief und dementsprechend sahen wir vom alten benz aus zwischen vielen suvs und vans vor allem blech, aber keine bühne. zu beginn gab es reden des schulleiters peter popp, der elternvertretersprecherin und sogar der landrat robert niedergesäß bemühte sich nach aschheim und hielt eine gute ansprache an die jungen leute, lasst euch nicht zu viel reinreden, geht euren weg, hört auf euren bauch, euer herz und euren verstand. da kann man ihm nur beipflichten. applaudiert wurde mit hupkonzerten und einige teilnehmer nutzten die gelegenheit sich mal so richtig mit der hupe auszutoben, anderen platze beinahe das ohr. so ist jede zeugnisverleihung, die ja das ende jahrelanger anstrengungen markiert, auch gerne eine herausforderung für die mitgekommenen angehörigen, ob das backofentemperaturen in der turnhalle oder lärmbeschallung ist. zweck der veranstaltung ist aber eben nicht, dass die eltern ein paar tolle stunden verleben, sondern diesen meilenstein im leben eines jungen menschen gemeinsam bewusst zu begehen und das ist gut gelungen. wir haben uns trotzdem schon etwas vor dem ende der festlichkeit aus dem staub gemacht und die gleichzeitige abfahrt von 150 famlilienkutschen aus sicherer entfernung beim mittagessen im la piazetta verbracht.


derweil vergehen die tage im roof office, einst vom opa als drittes kinderzimmer gesponsert, vom seppi geplant, der schreinerei kraus aus achslach umgesetzt und von der claudi dachjuchhe genannt. der aufwand lohnt sich jetzt ein zweites mal. lucie bevorzugt mittlerweile das kelleroffice und ich habe mich sehr an mein helles büro unter dem dach gewöhnt. der umstieg zu beginn letzten jahres von mnet auf vodafone und damit beim download/upload von maximal 16/1 mbps dsl zu 100/10 mbps kabel zahlt sich jetzt, wenn bis zu 5 personen gleichzeitig online arbeiten, besonders aus.
für kim stand auf empfehlung von yfu nun doch die rückreise aus polen an, was sich allerdings schwierig gestaltete, da es keine geeigneten flug- oder zugverbindungen mehr gab. am ende fand die diplomatenrückführung der "botschafterin bayerns" auf der stadtbrücke in frankfurt an der oder statt. die brücke verbindet frankfurt und słubice in polen und ist einer der grenzübergänge, die zu fuß passiert werden können. teodor, kasia und pola brachten kim bis zur grenze und ich nahm sie dort in empfang. kims wochenberichte enden damit und wir freuen uns sehr auf ein treffen mit der gastfamilie entweder in skórzewo oder poing hoffentlich noch diesen sommer. die gut 1.300 km fahrt verliefen unspektakulär, kaum lkw, obwohl das sonntagsfahrverbot wegen versorgungsengpässen von lebensmittel- und drogeriemärkten für bestimmte güter zeitlich begrenzt aufgehoben ist. pkws waren auch nicht viele unterwegs. auf dem hinweg gab es streckenabschnitte auf der a9, die erinnerten an die interstate 80 in nevada, bis zum horizont kein anderes auto. der unterschied bestand noch darin, dass die interstate kerzengerade ist und der v8 im gmc yukon xl mit cruise-control und 80 meilen in der stunde gleichmässig vor sich hin blubberte während die a9 auf weiten strecken ohne geschwindigkeitsbegrenzung und ein bisschen kurviger durchs land mäandert, was dem wesen des john cooper works sehr entsprach. beim rückweg waren wir froh über die fleißigen winterdienste, die trotz teilweise kräftigen schneefalls in thüringen die straßen frei salzten. der mini war auf winterliche reisen eigentlich nicht mehr eingestellt und lief schon auf sommerreifen.
lucie ist zurück aus prag. die rückreise mit dem bus hat zum glück noch geklappt, eine einreise nach tschechien und in viele andere länder ist von deutschland kommend wegen des corona-virus nicht mehr möglich. das virus hat jetzt die westliche welt fest im griff. halb europa macht home-office, schulen und kindergärten bleiben wochenlang geschlossen, das klopapier ist ausverkauft, im bild links ein leeres regal im netto in neufinsing. die börsen crashen, der dax schließt mit 9.232 punkten, das sind 33 prozent niedriger als vor einem monat. man sieht blue chips um 15 prozent abstürzen und sich am nächsten tag zeitweise um 20 prozent erholen um kurz darauf wieder nachzulassen, es geht zu wie zu goldgräberzeiten. panik und hysterie wohin man schaut, die umwelt freuts wenn alle zuhause bleiben, nicht mehr gependelt und geflogen wird, womöglich wächst die globale weltgemeinschaft sogar wieder etwas mehr zusammen nach der gemeinsam gemeisterten krise. an den börsen findet vielleicht ein bisschen umverteilung von oben nach unten statt, weil großaktionäre und institutionelle anleger an den börsen risikomechanismen folgen und aussteigen, wenn kleinanleger discountkurse wittern und mit kühlem kopf nachkaufen.
bei uns gab es traditionell rindsrouladen mit spätzle und kartoffelbrei, vegane knödel mit soße, blaukraut und rosenkohl. der schliersee-opa und die oma waren da und lucie und maya natürlich auch. ein kleines weihnachten. später am abend videocall mit unserem nesthaken in skórzewo. mit neunundzwanzig gästen war es dort ein großes weihnachten und es gab unter anderem verschiedene pirogge.
der zufall hält viele fiese abzweigungen bereit und es ist zumindest nicht selbstverständlich im leben nie ganz verkehrt abgebogen zu sein, obwohl man bei mancher gasse ja nicht weiß wohin sie einen führt. ich habe fünfzig jahre lang glück gehabt, habe meine familie gefunden, die, wenn ich sie selbst hätte zusammenstellen müssen aus unendlich vielen möglichkeiten, ich nicht halb so gut hätte bauen können, wie sie sich für mich ergeben hat, das lag jenseits meiner vorstellungskraft. es hat also gestern ein sehr zufriedener noch nicht ganz alter aber keinesfalls mehr junger mann auf ein feierabendbier eingeladen und sich sehr gefreut, dass es trotz des donnerstags manche geschafft haben vorbeizukommen oder zu schreiben oder anzurufen. vielen dank dafür und für die lieben geschenke und tollen karten, die überdimensionale 50, besondere biere, whisky, schnaps und knabbereien, zigarren und selbst produzierten honig aus ostfriesland, wein und schokolade, bücher, über eines davon habe ich hier sogar schon mal geschrieben, fotos aus der vergangenheit und ein fotobuch mit einer zeitreise, das mich ganz besonders angefasst hat, weil man im kopf immer noch ein bisserl weniger erwachsen ist, als man es tatsächlich lebt. vielen dank für eure zeit, die glückwünsche und aufmerksamkeiten.
feiner reggae beat und coole show wenngleich nicht vergleichbar mit den konzerten 2009 an der berliner wuhlheide (es war nicht die waldbühne). damals trat peter fox solo mit den trommlern von coldsteel auf. nicht immer ist das ganze mehr als die summe seiner einzelteile. manchmal ist auch ein einzelteil mehr als das ganze. an peter fox solo mit den coolen synchrontrommlern von coldsteel kommt seeed nicht ran.
nach der instandsetzung des unfallschadens, jesus war uns im juli an der dachauer straße hinten aufgefahren als wir auf dem weg zur beerdigung waren, erhielt der benz noch eine rostbehandlung. insgesamt hatten wir ihn für einige wochen nicht zur verfügung. vorletzten freitag bekamen wir ihn endlich wieder und machten uns am samstag umgehend auf den weg zu lucie nach augsburg, um ein paar möbel und einen teppich für das appartement zu bringen. die sachen warteten schon zwei wochen auf weitertransport in unserem esszimmer. jetzt haben sie es bis in den kofferraum des benz geschafft, selbiger harrt jedoch seiner instandsetzung beim gruber in landsham. das alte auto braucht viel liebe und uns verlangt es gerade einigen idealismus ab, nicht aufzugeben. eigentlich steht nächstes jahr die große fahrt in den westen europas an: frankreich, spanien und portugal.
ende september 2019 stand er endlich bei mini in frankfurt und brauchte nur noch schilder und auch die zulassung zog sich. nachdem mini in frankfurt schlußendlich die schilder in der benachbarten bmw-niederlassung gefunden hatte, konnte ich meinen jcw vorgestern endlich in frankfurt abholen. von poing zum frankfurter ostend ist man etwa fünf stunden unterwegs, gute drei davon im ice, der vor nürnberg teilweise mit 300 stundenkilometern über die geleise jagt. ich glaube an den zufall und kann mir nicht vorstellen, das irgendetwas seine zeit damit vergeudet meiner nichtigkeit den spaß zu verderben. trotzdem war ich froh, als das auto in poing auf dem parkplatz stand. damit betrachte ich den beschaffungsprozess für meinen jcw nach vier jahren als abgeschlossen. hat es sich gelohnt? ja, das hat es. es ist beides, angekommen, im bisher besten und ausgereiftesten mini, an dem wirklich alles passt, und es hat sich auch der kreis geschlossen mit diesem vierten mini, er freut mich wie seinerzeit der erste.
die annette ist aber noch nicht wieder fit und so genießen wir einen freien tag mit unserem familienzuwachs, bei dem, obwohl vor nichteinmal zwei wochen erst eingezogen, wir uns schon nicht mehr vorstellen können, wie es vorher war. die miezen durften heute zum ersten mal in den garten schnuppern und waren begeistert vom draußensein.
vor gut einem jahr, am 20. august 2018, hielt greta thunberg ihren ersten "skolstrejk för klimatet" ab. danach wurde sie schnell berühmt mit ihrem stillen schulstreik vor dem schwedischen reichstag in stockholm. am vergangenen freitag waren weltweit rund eineinhalb millionen menschen für fridays for future auf der straße. stellvertretend für alle gerolds, die verhindert waren, marschierten lucie und annette mit. unabhängig davon war fast die gesamte klasse von kim in posen ebenfalls auf der dortigen fridays for future demo, kim hat es leider nicht mitgekriegt, bestimmt das polnisch, sonst wäre sie auch dabei gewesen.
nach der demo platzkontrolle durch pfotenrettung-grenzenlos. tags drauf durften wir unsere stubentieger penny und tigger in untermenzing abholen. jetzt haben wir wieder ein "home".
sonntag miezen bespaßen. annette war beim geburtstagsbrunch in der filmwirtschaft im citykino und ich radeln im forst. später fotos von mayas segletörn anschauen. auf dem bild steht das schiff bei ebbe im watt in der holländischen nordsee.
auf dem weg vom marienplatz, wo wir aus der s-bahn ausgestiegen waren, zur salvatorstraße, begleitete uns ein kräftiger regenschauer. schirm hatten wir keinen dabei. den letzten teil des weges flüchteten wir durch die einkaufspassage fünf höfe, die einen ausgang gegenüber vom eingang des kultusministeriums hat. im rahmen der verleihung wurden lebendige reden gehalten, insbesondere die des geschäftsführers von youth for understanding (yfu), knut möller, der aus hamburg angereist war, fand ich bewegend. zur verleihung waren teilweise auch vertreter der gastländer anwesend. michał madaj, vizekonsul von polen hatte geschenke für kim dabei, z. b. galaretek w czekoladzie, feine schokoladeüberzogene fruchtgeleepralinen. im anschluss an die verleihung, die musikalisch von der jazzcombo des gymnasiums st. stephan aus augsburg begleitet wurde, gab es einen imbiss in der kantine im souterrain. beim heimweg wurden wir nicht mehr nass. fotos: alexandra beier/stmuk.
für immer nie mehr.
abends eagles in der olympiahalle.
aufstieg von hausham mit dem taxi, zumindest die älteren herrschaften. die mittelalten und jungen wandern zu fuß rauf. der winter gehört auch zu den gratulanten und schenkt intensive wettererfahrungen und hält den berg weitgehend frei von anderen ausflüglern. wir haben also unsere ruhe in der stubn und die volle aufmerksamkeit der wirtin. maya ist leider krankheitsbedingt nicht persönlich dabei, aber das fotobuch zum geburtstag, das sie wesentlich mitgestaltet hat.
deja vu in obertauern. diesmal in voller besetzung mit gunta, lena, kim und maya und für alle gebuchten tage vom sechsten bis zum neunten des monats. der schnee war diesmal wegen der höheren temperaturen zum nachmittag hin sulzig, aber es gab reichlich davon und am freitag hatten wir sogar frischen neuschnee auf der piste. insgesamt war das wetter besser als vorhergesagt, das bergwetter zeigte sein ganzes repertoire von nebel über schneefall, sturmböen und dazwischen reichlich sonne. schwimmbad und sauna im hotel halfen die vom skifahren beanspruchten körper zu erholen und die gastronomie in obertauern verköstigte uns mehr als reichlich, obwohl noch nicht sehr auf vegane besucher eingestellt. die hohe auslastung des ortes zeigte sich bei der schwierigkeit ohne reservierung überhaupt einen platz für fünf personen zu bekommen, selbst wenn diese zu vier fünfteln ob ihrer jugend und attraktivität eine bereicherung für jede gästleliste sind. letztlich ging keiner hungrig ins bett und die bewirtung war durchwegs fein, von skipisten und gastronomie verstehen sie halt etwas, die österreicher.
dieser mann hat einen plan.
greta hat erreicht, dass schüler und studenten nach ihrem vorbild unter dem motto "fridays for future" demonstrieren, anstatt in die schule oder zur uni zu gehen. vielleicht setzt greta eine jugendbewegung in gang. die jugend ist nicht unpolitisch und sie ist nicht unorganisiert, aber es scheint ihr nicht zu gelingen, die politik zu erreichen. sie staunt, dass es zum brexit kam oder zu trump. sie verlassen sich auf die erwachsenen und meinen die alten machen das schon. machen sie leider nicht. eine globale jugendbewegung könnte dieses fehlende glied zur politik werden und damit den guten willen der jungen menschen wirksam umsetzen helfen. in deutschland sind die jungen gemessen an den wählerstimmen unterrepräsentiert, aber sie haben mehr energie und kraft also sonst wer in der gesellschaft und deshalb können sie viel durchsetzen, wenn sie sich zusammentun und mit ausdauer für das kämpfen, was sie erreichen wollen. das wird nicht nur der klimaschutz sein. auch der zunehmende nationalismus ist etwas, bei dem ich mir denke, dass junge menschen nichts damit anfangen können. digital natives denken von klein auf global. in sozialen medien wird nicht gefragt, aus welchem land jemand stammt, bestenfalls interessiert man sich für die geografische position des anderen.
entsprechend war das chaos. annette und ich sind zeitig los und gut reingekommen zur arbeit mit s-bahn und auto, aber beim heimweg hat es die kim erwischt, weil nachmittags in markt schwaben keine s-bahn mehr fuhr. insgesamt blieben der schnee der letzten tage und der gestrige neuschee nicht ohne folgen: katastrophenalarm in den landkreisen miesbach, bad tölz-wolfratshausen, traunstein, in teilen des berchtesgadener lands und zuletzt garmisch-partenkirchen, schulbusdienste stellten den betrieb ein und ganz wichtig für kim und maya: heute und montag schneefrei. das gab es zuletzt im februar 2005 für die lucie.
laufen war wintersport. das stück zwischen pliening und landsham war besonders intensiv. starker gegenwind bewaffnet mit eisigen schneeflocken ließ die läufer quasi erblinden. es gab ohnehin nichts zu sehen, der weg und die felder verschmolzen zu einer weißen fläche. das erinnerte mich zunächst an hans castorps skiausflug im roman "der zauberberg", bei dem er wegen eines wetterwechsels in den davoser bergen beinahe umkommt, später dann an das comic "donald duck am nordpol", bei dem donald schneeblind durch die eiswüste irrt. grenzerfahrungen vor der haustür, ohne viel aufwand investiert oder sich gar wirklich in gefahr begeben zu haben, obwohl es tatsächlich zu einem sturz kam. annette fiel, nachdem sie in ein zugeschneites erdloch trat. wie schon vor ziemlich genau zwei jahren ist sie aufgestanden und weitergelaufen.
tags drauf dann extrabreit in berlin. die location hatte stil, sie spielten im lido in kreuzberg. vor dem konzert tankbier und kleine zigarre gegenüber in der fetten ecke.
wir wünschen friedliche weihnachten.
heute vor siebzehn jahren, habe ich den damals noch nicht ganz so alten benz gebraucht in gräfelfing gekauft und gleich bei der zulassungsstelle in der eichstätter straße angemeldet. es schneite und wir wohnten noch in pasing.




r.i.p.





jetzt wird erstmal gelaufen.
r.i.p.
das pfund stand günstig für touristen aus der euro-zone, nachdem am 23. juni 37,44 prozent der wahlberechtigten briten für den brexit stimmten und nur 34,71 prozent dagegen.
besonders gefallen in der abwechslungreichen londoner architektur hat uns 20 fenchurch street, aber über geschmack lässt sich nicht streiten, die londoner vergaben dafür 2015 den carbuncle cup für das hässlichste in den letzten zwölf monaten fertiggestellte gebäude.
unsere unterkunft überraschte mit extravagantem stil, sehr effizienten, d. h. beinahe winzigen zimmern mit genialem raumkonzept, riesigen fenstern vom boden zur decke und über die ganze zimmerbreite sowie vollständiger steuerung von der jalousie und lichtfarbe bis zu fernsehen und musik über ein ipad mini. auf dem bild der blick vom bett auf den london tower.
am montag dieser woche hat jim cook bei seiner ersten keynote in diesem jahr neue modelle von iphone, ipad und apple watch armbändern vorgestellt. seitdem ist der shop zu und als verkaufsstart wird der heutige donnerstag angegeben. eine viertel stunde später, um acht uhr fünfzehn mitteleuropäischer zeit, darf man sich dann endlich wieder dem konsum der apfelprodukte hingeben und der shop öffnet mit den neuesten produkten. solche marketingstrategien, die künstlich die nachfrage anstauen und dem kunden das gefühl geben, es ginge um etwas besonders rares - man muss sofort zuschlagen, sonst ist es weg - sind ja wirklich abschreckend. leider benötige ich aus beruflichen gründen eine spezielle app, die nicht auf dem windows phone läuft, das sonst meine erste wahl gewesen wäre. das samsung galaxy mit android hat nach einer nun mehr als sechsmonatigen versuchsphase endgültig versagt. damit bleibt nur noch ein apple-telefon und mit dem neuen einstiegsmodell "iphone se" ist zumindest das preis-leistungsverhältnis etwas attraktiver als bei den bisherigen modellen.
ein düsteres stück über die eigene doppelmoral.
die nachbearbeitung habe ich zunächst auf den jpeg-bildern probiert, weil das programm fotos diese als standard verwendet und das menü für die anpassungen identisch mit dem für raw-bilder ist. der manuelle wechsel "bild -> raw als original verwenden" lohnt aber, da anpassungen bei raw-bildern eine wesentlich größere wirkung zeigen, auch wenn die regler (siehe bild) die gleichen sind.
für die profis ist fotos natürlich nur ein spielzeug. wem aber adobes lightroom und fotoshop finanziell und zeitlich zu aufwändig sind, der findet in fotos eine ganz passable und für mac-nutzer kostenlose alternative.
08.04.15
happy birthday simon zum 10. geburtstag.

aber es ist weihnachten, das fest der liebe, die stade zeit. und daher wünsche ich euch einfach frohe weihnachten!

der winter hält an. die weißwürscht vom metzger obermaier schmecken wie immer gut und das tegernseer zur zigarre nach dem essen wird auch nicht warm.
schuld an allem ist der autohof sadobre, schließlich muss immer jemand die schuld tragen. deren unfreundliches personal verlangte nach forscher wegfahrt, die zu sofortigem und jähem ende des vortriebs führte. dem geräusch nach rührte jemand mit einer eisenstange in einem großen kübel schrauben. zum glück kam der lärm von hinten, denn ton und gebaren deuteten auf ein gerade verendetes getriebe hin. auch wenn nach 18 jahren vielleicht keine ganzen 220 ps mehr zur verfügung stehen, antriebswellen werden auch nicht jünger und so bleibt der benz seit über zehn jahren und mehr als 150.000 kilometer wegen einer gerissenen antriebswelle zum ersten mal liegen. zum glück im unglück hatten wir den kostenlosen mercedes schutzbrief, der sich um abschleppen und hotelkosten in südtirol kümmerte. die weiterreise im geliehenen golf kombi verlief störungsfrei, so dass wir mit zwei tagen verspätung ankamen. kim und oma waren schon da, ihre anreise mit air berlin, zug und taxi über lamezia terme und tropea nach santa maria di ricadi verlief ohne zwischenfälle, wenn man davon absieht, dass ihr gepäck im auto reiste und dementsprechend ebenfa16lls zwei tage verspätung hatte. aber jetzt scheint die sonne und alles ist gut.

von den gipfeln der mächtigen in der letzten woche liest man positives in den zeitungen. die aktienkurse klettern seit wochen gegen die krise an. in der arbeit kehrt zwar keine ruhe ein, aber es beginnt sich trotz vieler themen und hoher geschwindigkeit zu ordnen.






in london konnten wir glückshormone bei zahlreichen einkaufserfolgen genießen. dem bild von sakko auf der bayswater road am hyde park zum sagenhaften sonderpreis von nur heute und nur für uns nur fünfhundert pfund konnten wir widerstehen, obwohl es uns schon sehr gut gefallen hat.
obwohl der sonnenschein gegen mittag bald nachließ, konnten wir eine menge gute laune in die kleine geburtstagsfeier am abend retten.
dieses jahr gab es zum geburtstag erst mal einen guten halben meter neuschnee.
die vom wetterbericht angedrohten kräftigen regenschauer haben sich woanders hin verirrt, so dass wir sogar etwas sonne hatten. kimi und maya nutzten das gleich für ein fotoshooting auf jochens moped, das er mir für den urlaub geliehen hat. ach ja, der kaiser franz beckenbauer hat auch heute geburtstag.
den schnee kann lucie gut ausnutzen, weil im landkreis ebersberg (neben garmisch-partenkirchen, weilheim-schongau, starnberg, bad tölz-wolfratshausen, berchtesgadener land, traunstein und miesbach) heute die schule ausfällt.
die letzten vorbereitungen sind getroffen, die heizung im räucherkammerl ist fertig, das christkind kann kommen.