wieso weshalb warum.
wofür es sich zu leben lohnt, zumindest was für lohneswert gehalten wird, denn letztlich ist bisher kein grund bekannt, weshalb die natur einer ihrer zufälligen schöpfungen in irgendeinem von unendlich vielen sternensystemen das bedürfnis nach sinn in die dna programmiert hat; nicht alphabetisch, nicht vollständig;
wissen begreifen kunst entdecken reisen erleben wetter spüren
allgemeine begriffe gibt es genug, die für den einen oder anderen zutreffen; ist es das? oder ist es viel einfacher? wenn kein sinn vorgesehen ist, religiöse gründe fehlen, warum hat es einen sinn, das kleine rädchen im großen system zu sein?
tod, der lohn am ende des lebens
genuß, die gute zigarre, der feine tee, das kühle bier, speck, brot, roter wein
arbeit, schöpferische und die der hände, eher weniger die in den büros, die konstruierte durch zivilisatorische evolution...wobei, schöner programmcode kann auch kunst sein
ein paar gute freunde..nicht unbedingt auf facebook, lieber zu besuch
ein guter lebensgefährte bzw. eine gute lebensgefährtin, das attribut "gut" ist von besonderer wichtigkeit, damit aus dem gefährten keine gefahr wird
ein gutes buch, ein guter film
leben und leben lassen
freiheit zu tun und zu lassen
das bier im steinkrug auf der historischen wiesn 2010 und das trinken überhaupt
kohlrabi und das essen überhaupt
wer nichts hat, hat nichts zu verlieren; konsumgegenstände sind nichts, weshalb es sich lohnt die strapazen des lebens auf sich zu nehmen. wenn man schon mal da ist, läßt sich das dasein mit dingen aufwerten, bei der einen sind es schuhe oder handtaschen, beim anderen computer, das offene auto, wenn es heiß ist oder anständiges werkzeug (es ist der gebrauch von werkzeug, der die intelligenteren von den weniger intelligenten kreaturen unterscheidet);
kinder sind darwin folgend der bio-logische grund; hat die erhaltung der art sinn, wenn die art den sinn ihres daseins nicht kennt? muss die ameise ihre rolle im system kennen, um sinn zu haben? genügt es, dass sie ihre aufgabe instinktiv erfüllt? zwingt bewußtsein dazu, die existenz der eigenen art verstehen zu müssen? ergibt sich der sinn erst nach dem leben im paradies bei den 72 jungfrauen?
ist die evolution in der lage, etwas so anmutiges wie eine in der sonne dösende katze zu schaffen? betrachtet man die schönheit der natur, kommen zweifel, ob der zufall allein das schaffen konnte oder ob ein schöpfer beteiligt war.
religionen bieten antworten, aber schöpfungsgeschichten sind wissenschaftlich widerlegt und zu offensichtlich dem geist irdischer hirne entsprungen. wenn es etwas gibt, dann liegt es außerhalb menschlicher vorstellungskraft. alle anderen antworten erfordern das glauben an nicht greifbares. dem einen mag es sinn stiften und orientierung geben, andere haben angst vor der strafe gottes, denn ohne bestrafung kommen monotheistische religionen nicht aus. der zufall dagegen hält weder regeln noch konsequenzen bereit und auch seine ergebnisse sind mit vorhandenem wissen nicht kausal erklärbar.
religiöse wie atheisten und agnostiker müssen sich bei der frage nach der schönheit der natur, der herkunft, des seins, mit dem glauben zufrieden stellen, es glaubt halt jeder etwas anderes. nur wissen tut keiner.